DER WEG ZUM GLÜCK

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Es geht uns Menschen hier in Deutschland verdammt gut. Und Glaubt man Professor Punker, dann geht es der ganzen Welt so gut wie nie zuvor. Das soll so bleiben. Und das würde es auch.

Wie schön wäre es wohl, wenn wir unseren Reichtum genießen könnten? Wenn wir uns darüber bewusstwerden würden? Dann würde die Freude noch viel mehr steigen.

Andere Länder, denen es ökonomisch weit schlechter geht, haben scheinbar weit glücklichere Menschen. Zu diesem Schluss ist zumindest die jahrzehntelange Forschung der noch immer jungen „Glücks-Wissenschaft“ gekommen.

Wir sind nicht alle unglücklich, aber wir sind auch nicht glücklich. Der Grund könnte im Wetter liegen, in der Armut, der oft von uns ausgelösten Ungerechtigkeiten auf der Welt, oder aber vom Leistungsdruck und Wettbewerbsgedanken in der westlichen Gesellschaft.

Was macht glücklich? Da gibt es viele kleine Wege die alle mehr oder minder wichtig sind. Aber ein Weg ist unumgänglich. Es ist die Gemeinschaft. Das Zusammenhalten, füreinander da sein und Anderen etwas Gutes tun.

Bedenkt man unsere Schulbildung, in der nicht alle gewinnen dürfen, weil eine Notenverteilung nach der Gauß-Verteilung vorgesehen ist. Und vieles mehr. Da fallen Jedem mit Sicherheit weitere Beispiele aus der eigenen Kindheit ein.

Diese Voraussetzungen arbeiten gegen Glück. Nun ist es so, dass wir nicht nur unglücklich sind, wenn wir nicht an der Spitze stehen, wir haben auch Angst ausgegrenzt zu werden. Denn die wichtigen Personen sind die, die an der Spitze sind und nicht die, die das Fundament bilden. Angst vor Ausgrenzung erzeugt jedoch Aggression und Gewalt. Und schon rückt die Gesellschaft weiter auseinander, anstatt zusammen.

Bedenkt man unsere Entwicklung, ist es seit jeher eine Co-Evolution. Der Einzelkämpfer ist alleine losgezogen und ist einsam beim Überqueren eines Klettschers gestorben (oder ähnlich). Die Gemeinschaft hat dagegen überlebt, in dem sie sich gegenseitig geholfen hat. Dieses Vorgehen ist tief in uns verankert, auch wenn wir das oft vergessen.

Ausgrenzung, Wettbewerbsdruck, Angst. All das, obwohl wir im Innersten spüren, dass es die Gemeinschaft ist, für die wir leben und aus der wir zehren. Wer jubelt uns zu, wenn keine Gemeinschaft da ist? Wen interessiert unsere Mühen, wenn sie niemand betreffen? Wo ist die Freude über ein großes Haus, wenn man keine Familie hat die darin wohnt? Viele denken innerlich, der Neid der Nachbarn würde dafür belohnen. Bis man merkt, dass es den Nachbarn nicht interessiert oder er vielleicht sogar ein viel größeres Haus und dazu auch noch eine Familie hat. Oft sehen Menschen Ihre materiellen Güter leider als Weg um glücklich zu werden. Dabei wäre es so einfach.

Wo sind Gemeindezentren, in denen man einfach mal sitzen und quatschen darf, ohne produktiv zu sein? Wir sind Menschen, keine Roboter die stupide vor sich hin arbeiten können, immer mit dem Ziel ein bisschen besser als der Andere zu sein, dem Unternehmen ein bisschen Geld zu sparen, oder Produkte noch schneller auf den Markt zu bringen, ob der Markt sie braucht, oder nicht. Die Nahrung unserer Seele ist das soziale Leben, nicht die Effizienz die zur Vereinsamung führt.

Nun ist es aber schwer, aus einer solchen Situation heraus zu kommen, vor allem, weil man immer Bedenken hat, dass einen die Anderen nur ausnutzen wollen. Deshalb suchen wir nach Gemeinsamkeiten. Ob bei vollkommen Fremden, aber auch bei Menschen in unserer Gemeinde. Doch so etwas dauert.

Was wäre, wenn wir direkt erkennen würden, für was der Andere einsteht. Was er sich wünscht? Damit wir sehen können, ob wir dasselbe fühlen. Denn eines habe ich auf eigenen Reisen und beim kennenlernen neuer Menschen gelernt: Alle Menschen, und ganz besonders die Jungen, wünschen sich im Grunde dasselbe. Akzeptanz, Anerkennung, Liebe und ein selbstbestimmtes Leben.

Dafür steht Mens Aperta. Und dafür stehen die beiden Bäume, die sich die Hand reichen.

 

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